Wir sind
seit gestern von unserer Vietnam Reise zurück und freuen uns über den
Sonnenschein, mit dem wir hier in Hamburg wieder begrüßt wurden.
In vollen
Zügen können wir die freie Ferienzeit aber trotzdem nicht genießen, weil wir
uns vermutlich mit dem letzten Essen in Saigon beide den Magen verdorben haben
und hier mit Zwieback und Tee rumhängen… Naja, das wird hoffentlich bald
wieder!
Die Reise
war abgesehen davon aber ziemlich schön und interessant. Auf dem Hinflug haben
wir eine Übernachtung in Hong Kong eingelegt, uns die beeindruckende Skyline
angeschaut und einen Eindruck von der Stadt bekommen.
Von dort aus
flogen wir weiter nach Nha Trang, also schon gleich ziemlich weit in den Süden
Vietnams, weil das Land zum Einen so groß ist, dass man eh nicht alles in 10
Tagen sehen kann und zum anderen die Temperaturen im Süden so mit 28-30°C
ansprechender waren.
In Nha Trang
haben wir u.a. eine „Street Food Walking Tour“ mitgemacht, in der echt
ausgefallene Sachen auf unseren Tellern gelandet sind! Zum Teil habe ich von
diesen Lebensmitteln vorher noch nie etwas gehört! Reispapier-Nudeln, durchsichtige
Shrimps-Teigtaschen oder Milch-Äpfel. Ganz klassische vietnamesische Gerichte wie
Ban Mih (belegtes Baguette), Fuh (fischige Reisnudel-Suppe) und frischen Fisch haben
wir auf der Reise aber natürlich auch gekostet J
Das Essen war ein wahres Erlebnis!
Tapioca Shrimp-Teigtasche;
Fisch; Eier-Reis-Kuchen;
Milch-Apfel;
Reispapier-Salat mit Rinderleber; Mango-Salat;
Reisnudel-Suppe;
Fisch-Pott und Geflügel; Seafood-Pancake mit Mangosauce;
Nah Trang
ist an der Küste Vietnams der beste Spott, um Schnorcheln und Tauchen zu
gehen. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und buchten für den einen
Vormittag eine Tour mit „Rainbow Dives“, die uns mit ein paar anderen Unterwasser-Liebhabern
zu einer vorgelagerten Insel fuhr, wo ich 2 Tauchgänge machte und Sören sich
das ganze lieber schnorchelnd ansah J
Anders als auf Mauritius waren dieses Mal die Korallenwelt und die Seesterne
sehr ausgefallen und dafür weniger Fischies unterwegs. Nemos habe ich aber
trotzdem entdeckt J
Von Nha
Trang aus sind wir mit einem „Sleeping Bus“ (allerdings tagsüber) nach Mui Ne gereist.
In so einem Bus sind 3 Reihen „Betten“ auf zwei Ebenen und du kannst deine Füße
quasi unter die Rückenlehne des Vordermanns ausstrecken und schlafen… das gilt
aber bei diesen Bussen nur für kleine Asiaten! Meine Beine hatten noch Platz,
Sören hatte aber schon Schwierigkeiten…
Mui Ne war
der entspannteste Stopp unserer Reise. Die Stadt zieht sich mehrere Kilometer direkt
am Meer entlang, hat einen tollen Strand, beste Bedingungen zum Kite-Surfen und
einen angenehmem Charme, um vom Großstadttrubel runter zu kommen. (Schade, dass
wir danach erst im wilden Sigon waren J)
Wir wohnten im Backpackers Village mit
chilligem Flair und ausgelassener Stimmung am Abend auf der Terasse und am
Pool. Wir hielten uns an den beiden Tagen in Mui Ne aber hauptsächlich am
Strand auf bzw. Sören auf dem Wasser, denn der Wind war optimal.
Von Mui Ne
aus ging es dann erneut mit einem Sleeping Bus in die Hauptstadt Hoh Chi Minh
City bzw. Saigon, wie sie von vielen Vietnamesen immernoch genannt wird. Dort
wohnten wir wieder in einem Hostel, dass eine Bar im 9. Stock hatte… also einen
tollen Blick über die Stadt bot. Zu Fuß entdeckten wir den Großteil „Old
Saigons“ und schauten uns die Hauptsehenswürdigkeiten wie das Postamt und eine
Pagode an.
Von Saigon
aus nahmen wir an einer 2-Tages-Tour ins Mekong-Delta teil. Wir schauten uns
an, wie Reisnudeln und Kokosnuss-Candy hergestellt werden, fuhren entlang eines
Mekong-Nebenarms Fahrrad und besuchten den größten „Floating Market“. Hier war
schon am frühen Morgen richtig Trubel auf dem Wasser… große Verkäufer-Boote
warfen Melonen/Kokosnüsse/Ananass etc. auf kleinere Händler-Boote und unzählige
Boote wollten natürlich auch uns Touris frischen Kaffee oder Kokosnüsse oder
frische Früchte andrehen.
Übernachtet
haben wir im Mekong-Delta in einem „Homestay“, d.h. wir schliefen etwas abseits
der Stadt in einer privaten Unterkunft, wurden abends von den Besitzern bekocht
und schliefen in Schilfhütten wirklich 2m neben dem Mekong-Fluss. Wir fühlten
uns ein bisschen wie am Ende der Welt und leider freuten sich auch die Mücken
ziemlich über unsere Anwesenheit…
Alles in
allem erneut eine tolle Reise mit Rucksack und LonelyPlanet im Gepäck, mit Tagebuch
schreiben (um nichts zu vergessen), mit Geld umrechnen, mit hunderten schönen
Fotos, mit jeder Menge bleibenden Eindrücken und vielen Momenten des Staunens J


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