Freitag, 4. November 2016

Hejsa Hoppsa ihr lieben Blog-Leser J

Was wisst ihr über Mauritius? In ein paar Minuten sicher mehr als jetzt, denn ich möchte euch von unseren Herbstferien auf dieser tollen Insel im indischen Ozean berichten!
 
Gestern Abend waren auch schon ein paar liebe Freunde zu Besuch und ich habe eine Diashow zusammengestellt und vom Land erzählt. (Vorher konnte ich diesen Post quasi nicht veröffentlichen, sonst wäre es langweilig geworden J)

Mauritius ist in allen Facetten bunt! Sowohl in den vorhandenen Religionen und seiner Geschichte, als auch im Essen, in der Sprache, der Tier- und Pflanzenwelt auf dem Land und unter Wasser. Kein Wunder also, dass die Flagge gleich 4 bunte Streifen trägt.
 
Mir hat dieser Mix sehr gut gefallen. An den Wochenenden sind z. B. viele Einheimische an den öffentlichen Stränden anzutreffen. Zweimal waren wir zeitgleich dort und konnten afrikanische Trommelmusik hören, nebenan glühten die Räucherstäbchen, es wurde im Bikini oder in langer Kleidung ausgelassen gebadet und an jeder Ecke verströmte mitgebrachtes Essen die herrlichsten Gerüche. Alle hatten einfach Spaß draußen zu sein mit ihrer Family oder Freunden J
 
 
Sören und ich wollten uns in erster Linie entspannen, dabei aber möglichst auch viel von der Insel sehen und miterleben. Deswegen haben wir immer für 3/4 Tage eine Unterkunft gebucht und sind dann weiter gezogen. Wir waren in keinen Luxus-Resorts, sondern mit unserem Mietauto viel unterwegs.
Eine Sammlung, was wir in den zwei Wochen unternommen haben:

* Zweimal haben wir Berge „erkraxelt“ und wurden mit einem genialen Blick auf die Küste mit dem vorgelagerten Riff belohnt. Im Südosten waren wir auf dem „Lion“ und im Südwesten sind wir den „Le Morne Brabant“ hochgewandert.


 

 
* Wir aßen die leckersten Gerichte, inspiriert durch kreolische, indische, afrikanische und internationale Küche… wirklich lecker, gesund(?) und abwechslungsreich!


 
* Am letzten Abend tranken wir diversen Rum, denn der wird auf der Insel in Mengen produziert, quasi als „Abfallprodukt“ der Zuckergewinnung aus Zuckerrohr. Zuckerrohr wird auf 90% der Ackerflächen angebaut und prägt das Landschaftsbild J
 
* Einen Ausflug in den Botanischen Garten haben wir ebenfalls unternommen. Ein Guide hat uns viele Pflanzen gezeigt und Geschichten dazu erzählt… willst du deine Schwiegermutter loswerden, schenke ihr z.B. drei Muskatnüsse auf einmal J
 Mango

 Lotus

 
* Sören hat sich auf dem Wasser so richtig austoben können. Bei angenehmen Wassertemperaturen um 24°C war er mehrfach mit seinem Kite draußen und hat die geniale Sicht auf die Insel genossen. Ich habe währenddessen versucht, das beste Foto von ihm zu knipsen, was gar nicht so leicht ist!
 


 
* Was Sören auf dem Wasser liebt, liebe ich eher unter dem Wasser… Ich war zweimal im Westen der Insel Tauchen! In „Flic en Flac“ hatte ich mir eine Tauchschule rausgesucht und bin endlich mal wieder tief im Meer eingetaucht. Das Gefühl, 30m Wasser über dir zu haben, finde ich einfach sehr reizvoll. Es gab viele bunte Fische, mehrere große Moränen, 3 kleine schlafende Haie und Riesenmuscheln zu sehen. Außerdem sind wir durch eine Höhle getaucht und ich hatte zum ersten Mal eine Kamera mit unter Wasser… danke an Hannes fürs ausleihen J

 
* Einen Tag sind wir in den Nationalpark im südlichen Inland gefahren. Dort gab es viele Flughunde, einige tolle Aussichten und Wasserfälle sowie jede Menge Wanderwege, die wir aber gar nicht ausprobiert haben.

 
* Angrenzend an den Nationalpark liegt auf dem Hochebene im Landesinneren der Kratersee „Gangla Talao“ (oder Grand Bassin), die heiligste Pilgerstätte der Hindu in Mauritius. Jedes Jahr kommen hier fast ½ Mio Menschen hingepilgert, um ihre Gottheiten zu huldigen. Es gibt eine 30m hohe Shiva Statue am Anfang und viele weitere kleinere Statuen und Tempelanlagen am Ufer. Ich fand das wirklich beeindruckend!

 
* In der Hauptstadt Port Louis waren wir ebenfalls einen Nachmittag. Allerdings haben wir uns nur an der „Waterkant“ aufgehalten. Dort gibt es die meisten sehenswerten Sachen für Nicht-Einheimische, unter anderem eine Regenschirmstraße und das „Blue Penny Museum“, in dem eine der berühmten „Blaue und Rote Mauritius“ Briefmarken ausgestellt sind… tada J
 
 
* Einen Vormittag fuhren wir mit einer geführten Tour auf eine vorgelagerte Naturschutzinsel, auf der versucht wird, die ursprüngliche Fauna und Flora Mauritius wieder herzustellen. Hier liefen auch riesige Landschildkröten herum, denen man über ihren Panzer streichen durfte und dann haben sie sich soweit sie nur konnten aufgerichtet… einfach oberwitzig J
 
* Dann waren wir beide noch mehrfach Schnorcheln. In  Point d’Esny  und Blue Bay im Südosten der Insel und auch in Pereybère im Norden sowie in Flic en Flac im Westen haben wir unsere Nasen ins Wasser gesteckt und die Unterwasserwelt bestaunt. Der beste Spot war der erstgenannte, direkt vor unserer ersten Unterkunft. Vom Strand aus ins Wasser gehen und am späten Nachmittag schnorcheln; mit tiefstehender Sonne, die herrlich unter die großen Tellerkorallen scheint und die vielen Gurken, Fische, Schnecken und Langusten so richtig zum Leuchten bringt… einfach unvergesslich J
 


 
 
So nun habe ich euch schon eine Menge aus Mauritius erzählt! Es gibt noch sooo viel mehr zu erzählen, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Wenn mal jemand dort hin reisen möchte, kann er uns ja gern ansprechen :)
 
Bis dahin... tschaui oder wie man auf Mauritius sagen würde: A bientôt!

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