Was wisst ihr über Mauritius? In ein paar Minuten sicher mehr
als jetzt, denn ich möchte euch von unseren Herbstferien auf dieser tollen
Insel im indischen Ozean berichten!
Gestern Abend waren auch schon ein paar liebe Freunde zu
Besuch und ich habe eine Diashow zusammengestellt und vom Land erzählt. (Vorher
konnte ich diesen Post quasi nicht veröffentlichen, sonst wäre es langweilig
geworden J)
Mauritius ist in allen Facetten bunt! Sowohl in den
vorhandenen Religionen und seiner Geschichte, als auch im Essen, in der
Sprache, der Tier- und Pflanzenwelt auf dem Land und unter Wasser. Kein Wunder
also, dass die Flagge gleich 4 bunte Streifen trägt.
Mir hat dieser Mix sehr gut gefallen. An den Wochenenden
sind z. B. viele Einheimische an den öffentlichen Stränden anzutreffen. Zweimal
waren wir zeitgleich dort und konnten afrikanische Trommelmusik hören, nebenan
glühten die Räucherstäbchen, es wurde im Bikini oder in langer Kleidung ausgelassen
gebadet und an jeder Ecke verströmte mitgebrachtes Essen die herrlichsten
Gerüche. Alle hatten einfach Spaß draußen zu sein mit ihrer Family oder
Freunden J
Sören und ich wollten uns in erster Linie entspannen, dabei
aber möglichst auch viel von der Insel sehen und miterleben. Deswegen haben wir
immer für 3/4 Tage eine Unterkunft gebucht und sind dann weiter gezogen. Wir
waren in keinen Luxus-Resorts, sondern mit unserem Mietauto viel unterwegs.
Eine Sammlung, was wir in den zwei Wochen unternommen haben:
* Zweimal haben wir Berge „erkraxelt“ und wurden mit einem
genialen Blick auf die Küste mit dem vorgelagerten Riff belohnt. Im Südosten
waren wir auf dem „Lion“ und im Südwesten sind wir den „Le Morne Brabant“
hochgewandert.
* Wir aßen die leckersten Gerichte, inspiriert durch kreolische,
indische, afrikanische und internationale Küche… wirklich lecker, gesund(?) und
abwechslungsreich!
* Am letzten Abend tranken wir diversen Rum, denn der wird
auf der Insel in Mengen produziert, quasi als „Abfallprodukt“ der Zuckergewinnung
aus Zuckerrohr. Zuckerrohr wird auf 90% der Ackerflächen angebaut und prägt das
Landschaftsbild J
* Einen Ausflug in den Botanischen Garten haben wir ebenfalls
unternommen. Ein Guide hat uns viele Pflanzen gezeigt und Geschichten dazu
erzählt… willst du deine Schwiegermutter loswerden, schenke ihr z.B. drei
Muskatnüsse auf einmal J
* Sören hat sich auf dem Wasser so richtig austoben können.
Bei angenehmen Wassertemperaturen um 24°C war er mehrfach mit seinem Kite
draußen und hat die geniale Sicht auf die Insel genossen. Ich habe
währenddessen versucht, das beste Foto von ihm zu knipsen, was gar nicht so
leicht ist!
* Was Sören auf dem Wasser liebt, liebe ich eher unter dem
Wasser… Ich war zweimal im Westen der Insel Tauchen! In „Flic en Flac“ hatte
ich mir eine Tauchschule rausgesucht und bin endlich mal wieder tief im Meer eingetaucht.
Das Gefühl, 30m Wasser über dir zu haben, finde ich einfach sehr reizvoll. Es
gab viele bunte Fische, mehrere große Moränen, 3 kleine schlafende Haie und Riesenmuscheln
zu sehen. Außerdem sind wir durch eine Höhle getaucht und ich hatte zum ersten
Mal eine Kamera mit unter Wasser… danke an Hannes fürs ausleihen J
* Einen Tag sind wir in den Nationalpark im südlichen Inland
gefahren. Dort gab es viele Flughunde, einige tolle Aussichten und Wasserfälle sowie
jede Menge Wanderwege, die wir aber gar nicht ausprobiert haben.
* Angrenzend an den Nationalpark liegt auf dem Hochebene im
Landesinneren der Kratersee „Gangla Talao“ (oder Grand Bassin), die heiligste
Pilgerstätte der Hindu in Mauritius. Jedes Jahr kommen hier fast ½ Mio Menschen
hingepilgert, um ihre Gottheiten zu huldigen. Es gibt eine 30m hohe Shiva
Statue am Anfang und viele weitere kleinere Statuen und Tempelanlagen am Ufer. Ich
fand das wirklich beeindruckend!
* In der Hauptstadt Port Louis waren wir ebenfalls einen Nachmittag.
Allerdings haben wir uns nur an der „Waterkant“ aufgehalten. Dort gibt es die
meisten sehenswerten Sachen für Nicht-Einheimische, unter anderem eine
Regenschirmstraße und das „Blue Penny Museum“, in dem eine der berühmten „Blaue
und Rote Mauritius“ Briefmarken ausgestellt sind… tada J
* Einen Vormittag fuhren wir mit einer geführten Tour auf
eine vorgelagerte Naturschutzinsel, auf der versucht wird, die ursprüngliche
Fauna und Flora Mauritius wieder herzustellen. Hier liefen auch riesige
Landschildkröten herum, denen man über ihren Panzer streichen durfte und dann
haben sie sich soweit sie nur konnten aufgerichtet… einfach oberwitzig J
* Dann waren wir beide noch mehrfach Schnorcheln. In Point d’Esny und Blue Bay im Südosten der Insel und auch in
Pereybère im Norden sowie in Flic en Flac im Westen haben wir unsere Nasen ins
Wasser gesteckt und die Unterwasserwelt bestaunt. Der beste Spot war der
erstgenannte, direkt vor unserer ersten Unterkunft. Vom Strand aus ins Wasser gehen
und am späten Nachmittag schnorcheln; mit tiefstehender Sonne, die herrlich
unter die großen Tellerkorallen scheint und die vielen Gurken, Fische,
Schnecken und Langusten so richtig zum Leuchten bringt… einfach unvergesslich J
So nun habe ich euch schon eine Menge aus Mauritius erzählt! Es gibt noch sooo viel mehr zu erzählen, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Wenn mal jemand dort hin reisen möchte, kann er uns ja gern ansprechen :)
Bis dahin... tschaui oder wie man auf Mauritius sagen würde: A bientôt!




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