Ihr habt euch sicher gefragt, was ich in der letzten Zeit so getrieben habe?! Nunja, mein Freund und ich haben den Namen des Blogs quasi wörtlich genommen und sind zu einerWeltreise aufgebrochen. Aus einer Idee wurde eine super tolle Reise, die wir wohl nie vergessen werden.
Ich habe also alle meine Seminare und Vorlesungen an der Uni beendet, meine Masterarbeit erst einmal ruhen lassen und dann ging es Ende Juli los...
Die ganze Reise über haben wir fast immer bei Couchsurfern übernachtet. Das hat sich im Nachhinein als beste Art des Reisens für uns heraus gestellt, da wir vor Ort Einheimische kennen gelert haben, die Tipps für uns hatten und uns die Landeskultur näher gebracht haben :)
Unser erster Stop war Thailand. Der Flieger landete in Bangkok, wo wir zunächst ein paar Tage blieben. Bangkok ist anders als alles was ich bisher gesehen habe. Es ist laut, groß und bunt. Wir haben viele Mönche und Buddhas sowie Tuk-Tuk's gesehen. Auf dem acht Fußballfelder großen Chatuchak Market haben wir ein bischen geshoppt, mussten uns aber zurück halten, da wir erst am Anfang der Reise waren und unser Backpacks schon recht gefüllt waren.
Von Bangkok ging es per Nachtbus und Fähre auf die kleine Insel Koh Tao vor der Ostküste Thailands. Hier haben wir uns die Sonne auf die Haut scheinen lassen, sind geschnorchelt und auch getaucht. Die Unterwasserwelt ist traumhaft! Einen Hai und Kugelfische habe ich auch gesehen. Sören hat erst das Schnorcheln für sich entdeckt und gleich einen Tauchkurs angeschlossen, sodass wir in kommenden Urlauben als Divebuddies zusammen tauchen können :)
Von dieser Insel sind wir nach Krabi, an die Westküste Thailands gereist. Dort gibt es herrlich breite Strände und wir sind auf einem Elefanten geritten! Das war ein unvergessliches Gefühl auf diesem großen wackeligen Dickhäuter zu sitzen. Das in der Region Nebensaison war, kam unserem Geldbeutel nur Zugute.
Von Krabi sind wir in die Hauptstadt Malaysia's geflogen, nach Kuala Lumpur. Hier haben wir u.a. mit unserem Couchsurfer einen einheimischen Foodmarkt besucht und viele köstliche uns unbekannte Sachen probiert. Die Stadt haben wir in zum Teil sengender Hitze zu Fuß unsicher gemacht. Der botanische Garten mit Schmetterlingspark ist hübsch. Wir haben auch einen Hornbill Vogel gesehen. Auf die hohen Petronus Towers sind wir trotz frühem Aufstehen und Schlange stehen nicht gekommen, da sie täglich nur 200 Personen hinauf lassen! Dafür haben wir uns für lau im Hilton Poolbereich einquartiert und einen schönen Blick über die Stadt gehabt :)
Nach den tropischen Temperaturen in Asien sind wir ins eisig kalte Australien geflogen. Unser erster Stop war Melbourne. Eine schöne Stadt und Heimat der Australien Open, dessen Gelände wir uns natürlich angeschaut haben. Hier waren wir auch auf der höchsten Aussichtsplattform der Südhalbkugel im 88. Stock.
In Melbourne haben wir ein Auto gemietet beim Unternehmen namens "Rent-a-bomb". Ihr könnt euch denken wie alt das Auto war! Aber es hat uns super über die legendäre Great Ocean Road gefahren, vorbei an beeindruckender Küste und den 12 Aposteln. Koalas und Wallabies sind uns in freier Wildbahn auf dem Weg auch begegent, total niedlich diese faulen kuscheligen Koalas!
Zurück in Melbourne sind wir mit Tigerairways nach Sydney geflogen. Wir hatten die riesigen Entfernungen in Australien nämlich ganz schön unterschätzt und zu wenig Zeit mitgebracht um dort mit dem Auto hin zufahren. Sydney hat uns mit Sonnenschein begrüßt und sich von seiner besten Seite gezeigt. Es ist eine beeindruckende schicke Weltstadt mit tollem Taronga Zoo, Opera House und Kleiderbügel Brücke :) Im Zoo habe ich den echten Mr. Shuffels kennen gelernt. Sören aht mir vor seiner Abreise in die USA letztes Jahr einen Teddy geschenkt und ich habe ihn Mr. Shuffels getauft, weil exakt an dem Tag der echte Mr. Shuffels in Sydney geboren wurde. Naja und nun habe ich ihn live gesehen am anderen Ende der Welt. Ein unglaubliches Gefühl!
In Sydney haben wir uns dann einen Campervan gemietet, in dem man übernachten kann und sind Richtung Norden gefahren bis Byron Bay. Einem richtigen Surferort. Leider war es auch dort immernoch nicht so warm wie erhofft, aber die Küste war erneut beeindruckend und durch den Rückweg im Inland haben wir ein Gefühl der Weite und Freiheit des Landes bekommen.
Weiter gins nach Hawaii. Dort war es wieder angenehm warm. Auf Oahu sind wir schnell aus dem überfüllten Waikiki geflüchtet und haben am North Shore das Hawaii gefunden, was wir erhofft hatten, mit wunderschönen Stränden. Kein Wunder, dass Jack Johnson so gechillt drauf ist, er kommt nämlich genau dort her :) Aber wir waren auch noch auf einer zweiten Insel, der Big Island. Hier haben wir die tollste Natur der ganzen Reise bewundern können. Von aktiven Vulkanen und Lavawüsten über Regenwald mit Wasserfällen und grünen Valleys bis zu den größten Bergen der Welt (gemessen vom Meeresboden) und herrlichen Stränden bietet die Insel einfach alles! Es ist meiner Meinung nach das Natur-Highlight unserer Weltreise.
Es würde viel zu viel werden, alle Fotos hochzuladen, aus diesem Grund hier nur eine winzige Auswahl! Auf der Weltreise sind in 10,5 Wochen insgesamt 1300 Fotos entstanden!
Von Hawaii sind wir nach Vancouver geflogen, haben dort ein paar herrliche Spätsommertage erwischt und sind mit dem Fahrrad durch die City gecruist. Zusammen mit unserer Couchsurferin haben wir auch den städtischen Grouse Mountain erklommen (900 Höhenmeter in einer guten Stunde!) und viele weitere schöne Aktivitäten unternommen.
Mit dem Bus ging es zurück in die USA nach Seattle und Portland. Beides sind schöne Städte. Leider war das Wetter so lala als wir da waren. Es sind untypische amerikanische Städte, in denen z. B. viel Fahrrad gefahren wird, die Straßen nicht 20 m breit sind und es einen schönen Altstadtkern sowie alternative Alt-Hippie-Stadtteile zum Schnökern in kleinen Läden gibt.
Auf unserer Reise gen Süden sind wir im Ort Seaside vorbei gekommen und haben u.a. ein American Football Spiel gesehen. Von dort aus sind wir per Anhalter gefahren. Das war aufregend und wir haben viele unterschiedliche Fahrer kennen gelernt. Es war eine neue, zum Teil lustige Erfahrung und wir haben keine negative Erfahrungen gemacht... sonst wären wir wohl auch nicht ins jeweilige Auto gestiegen! Die letzte Strecke bis zu Sörens Schwester in Davis sind wir mit dem Bus gefahren. Dort angekommen hatten wir noch einmal richtig Ferien, da wir uns nicht ständig neue Übernachtungen organisieren mussten. Sternförmig haben wir die kalifornische Umgebung erkundet... Lake Tahoe, Sacramento, und den schönsten Nationalpark der USA: Yosemite Nationalpark. Dort stehen riesige uralte Redwoods.
Die letzten paar Tage unserer Weltreise waren wir in San Francisco. Auch das ist eine tolle Stadt mit sehr vielen unterscheidlichen Vierteln auf kleinem Raum mit vielen Hügeln, die einem das radeln erschweren :) Wir haben uns nämlich ein Tandem geliehen, bei Sonnenschein die komplette Golden Gate Bridge gesehen und Cable Car gefahren. Ein wirklich schöner Abschluss :)
Eins kann ich euch sagen: Reisen macht süchtig! Es ist wunderbar unterwegs zu sein, Städte zu erkunden, an fremden Stränden zu liegen oder am anderen Ende der Welt in den Sternenhimmel zu schauen. Es wird sicher nicht die letzte Reise gewesen sein :) Ich spiele auch schon fleißig Lotto um das nötige Kleingeld zu gewinnen :)
Nun bin ich ja aber wieder in Bremen und widme mich meiner Masterarbeit. Irgendwann will man dann doch mal fertig werden! Ich verbleibe mit allerbesten Grüßen!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen